Mit Zielen arbeiten…

Sicherlich kennen Sie das aus dem Selbstmanagement oder Zeitmanagement: Ziele setzen.
Kann ja nicht so schwer sein, schließlich weiß man doch was man erreichen möchte, oder?

So - oder so ähnlich – habe ich immer gedacht. Komisch und enttäuschend fand ich dann immer nur, dass ich meine (mir ja selbst gesetzten) Ziele nicht oder nur sehr mühsam erreichte. Denn eigentlich ist es doch klar: Ziel definieren, in Aufgaben zerlegen und los!

Ich fing an, mich genauer mit dem Thema zu beschäftigen und fand Hinweise, was eine gute Zielformulierung ausmacht. Wenn Sie sich bereits mit Zielsetzung beschäftigt haben, dann werden Sie sie kennen: die SMARTe Formulierung.
Im Englischen ist es die Abkürzung für specific, measurable, attainable, realistic und tangible – was so viel heißt wie spezifisch, messbar, erreichbar, realistisch und greifbar.

Die SMARTe Formulierung von Zielen ist ein wichtiger – wenn auch nicht ganz so leichter – Schritt zu Beginn der Umsetzung. Nicht nur, dass man sich sein Ziel selber “vor Augen führt”, in dem man es am besten niedergeschreibt, die richtige Formulierung motiviert und hilft, sein Ziel nicht aus den Augen (und dem Bewusstsein) zu verlieren!

Ist das gewünschte Ziel SMART formuliert und verleiht einem beim Durchlesen ein gutes und motivierendes Gefühl, steht der nächste Schritt an: Aufgaben defnieren, die zur Zielerreichung notwendig sind. Dies fand ich leicht, ist dies doch ein logischer Schritt: ist mein Ziel mein Englisch zu verbessern, heißt es Vokabeln und Grammatik lernen.

Und doch hat es mit einigen Zielen nicht so funktioniert, wie ich es mir gewünscht habe.
Mit Hilfe eines Aktivitäten-Tagebuchs (dazu in einem späteren Blog mehr), in dem ich alles was ich im Laufe eines Tages tat sehr detailliert notierte, fand ich heraus, dass meine Schwachstellen die zeitliche Planung und das Beginnen von Aufgaben war. Also habe ich SMART etwas abgeändert in:

  • Schriftlich: erstens behält sich etwas Geschriebenes besser, und zweitens hat man es dann immer wieder vor Augen
  • Messbar: bedeutet zu definieren, in welchem Maß (z. B. inhaltliche Tiefe) ich das Ziel erreichen möchte
  • Aktionsorientiert: ich formuliere mein Ziel in Verbindung mit Tätigkeiten (Verben) und ohne “Weichmacher” wie könnte, müsste, möchte (z. B. Ich spreche fließend englisch und unterhalte mich im Urlaub gut mit Einheimischen.)
  • Realistisch: Das Ziel sollte unbedingt im Rahmen des Möglichen liegen, auch wenn es hoch gesteckt sein darf.
  • Terminiert: bis wann ist das Ziel erreicht

Zugegeben, die SMARTe Formulierung von Zielen bedarf einiger Übung. Deshalb ein Tipp: fangen Sie mit einer Formulierung an. Dann lesen Sie sich Ihre Zielsetzung laut vor und spüren in sich hinein: wenn Sie vor Begeisterung sofort mit der Umsetzung beginnen wollen, dann haben Sie die richtige Formulierung gefunden. Wenn nicht, überarbeiten Sie die Formulierung anhand der SMART-Punkte. Lassen Sie sich dabei Zeit und setzen Sie sich nicht unter Druck. Je besser Sie die SMART-Punkte umsetzen und je mehr Begeisterung Sie beim Durchlesen verspüren, um so mehr werden Sie sich bei der Umsetzung der Aufgaben motivieren können!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und freue mich auf Ihre Kommentare.
Ihre Nadine Westgate

Über Nadine Westgate

Lernbegeisterte Trainerin / Dozentin | Spezialgebiet MS Office in allen Varianten | Motto 1: Mit Spaß zum Lernerfolg | Motto 2: Dumme Fragen gibt es nicht | Halte auch gerne Trainings / Seminare in englischer Sprache
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